Der Kulturring Herdorf PDF Drucken


1954
In Regie der Friedrichshütte wird der Kulturring Herdorf als Verein ”zur Förderung von Kunst und Kultur, insbesondere durch Veranstaltungen von Theater- und Musikaufführungen” gegründet. Vorsitzende werden Arbeitsdirektor Paul Seeger und Justitiar Werner Zimmermann. Am 1. Mai, dem ”Tag der Arbeit”, wird das Hüttenhaus mit seinem stilvollen Theatersaal in Anwesenheit des rheinland – pfälzischen Innen- und Sozialministers Dr. Zimmer feierlich eröffnet.

Die erste Spielzeit des Kulturrings steht unter der künstlerischen Leitung von Musikdirektor Ernst Schrader, der diese Aufgabe bis 1963 gemeinsam mit Werner Zimmermann ausübt. Das Hüttenhaus erlebt mit der Aufführung von ”Nathan der Weise” mit Ernst Deutsch in der Hauptrolle seinen ersten großen Theaterabend und als erste Musikveranstaltung gibt es ein Meisterkonzert mit Gutia Casini, einem damals weltberühmten Cellisten.

Das Programm der ersten Jahre enthält Konzerte, Opern, Operetten und Theateraufführungen. Zwei Abonnementreihen werden angeboten: Serie A mit 12 Vorstellungen und Serie B mit 20 Vorstellungen. Darüberhinaus hat die Friedrichshütte für die Besucher einen Busverkehr nach Salchendorf und nach Niederfischbach eingerichtet.


1962 Arbeitsdirektor Paul Seeger verläßt den Vorstand, und Landrat a.D. Werner Zimmermann führt den Verein alleine mit Unterstützung durch Mitarbeiter und das Sekretariat der Friedrichshütte.


1968 Die Friedrichshütte wird geschlossen. Der Kulturring verliert seinen wichtigsten finanziellen Förderer und ist auf die Unterstützung der Gemeinde Herdorf, des Kreises Altenkirchen und des Landes Rheinland – Pfalz angewiesen. Auch das Sekretariat fehlte in den letzten Jahren zunehmend. Deshalb übernehmen zusätzliche gewählte Vorstandsmitglieder wie Karl – Ludwig Kipping seit 1963 als Kassierer und Anneliese Buchholz seit 1967 als Geschäftsführerin die Verwaltungsaufgaben.


1972 Der Kulturring gibt den Programmteil Musik auf und konzentriert sich nur noch auf Theateraufführungen. Im Jahr 1983 gründet sich der Kreis der Kulturfreunde Herdorf e. V., der die Tradition von anspruchsvollen Konzerten im Hüttenhaus wieder aufleben läßt.


1989 Nach 35 Jahren übergibt Landrat a.D. Werner Zimmermann die Vereinsführung an die neuen Vorsitzenden Linde Brühl und Ute Bosbach.


1998 Christine Lück wird an der Seite von Linde Brühl zweite Vorsitzende.


2001 Nach 12 Jahren legt Linde Brühl den Vorsitz nieder.

Die Theatergemeinde Neunkirchen und der Kulturring starten eine Zusammenarbeit u.a. zur Bewältigung der zunehmenden finanziellen Probleme bei rückläufigen Besucherzahlen. Neunkirchener Abonnenten besuchen ein Stück in Herdorf, und die Kulturringmitglieder besuchen ein Stück in der Neunkirchener Aula.


2002 Peter Bosbach und Christine Lück, übernehmen die Leitung des Kulturrings. Der Kulturring wird Mitveranstalter des Herdorfer Kulturherbst, der von der Stadt Herdorf und dem Kreis der Kulturfreunde ins Leben gerufen wurde und im September die neue Theater- und Musiksaison eröffnet.


2004 im 50. Jahr des Bestehens kann der Kulturring mit berechtigter Hoffnung positiv in die Zukunft blicken. Zu dieser Zuversicht trägt neben den treuen Mitgliedern und Besuchern auch der Stamm der Helfer und Förderer bei, Vorstandsmitglieder, die sich zum Teil schon seit Jahrzehnten in die Pflicht nehmen lassen. Karl-Ludwig Kipping leitet seit 1963 die Finanzen des Vereins, Anneliese Buchholz ist seit 1967 Geschäftsführerin.


2005 Karl-Ludwig Kipping gibt Ende 2005 sein Amt als Kassierer aus gesundheitlichen Gründen auf. Agnes Schmidt übernimmt diese Aufgabe und wird bei der Jahreshauptversammlung 2006 als Kassiererin in den Vorstand gewählt.


2007 Peter Bosbach tritt aus perönlichen und gesundheitlichen Gründen als 1. Vorsitzender zurück.
Christine Lück übernimmt als 2. Vorsitzende die Vereinsführung bis zu den Neuwahlen im Jahr 2008.

2008 Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 25.02.2008 wird der neue Vorstand gewählt. Dieser setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzende Christine Lück; 2. Vorsitzender Johannes Schmidt; Geschäftsführerin Anneliese Buchholz;
Kassiererin Agnes Schmidt; Beisitzer Brigitte Latsch-Weber, Linde Brühl und Reiner Wirth.


Seit vielen Jahren sind auch die Damen an Garderobe und Entree im Dienste von Frau Thalia, der Muse der Schauspielkunst. Anni Ermert ist bereits seit 1954 mit dabei. Von den Bühnenbauern ist im besonderen Walter Bähner zu nennen, der seit 50 Jahren mit dem Bühnenkommando dafür sorgt, dass die Kulissen immer im rechten Rampenlicht stehen, welches das ”Großstadttheater auf dem Lande” erhellt. Den Bühnenbauern und Beleuchtern, zu denen erfreulicherweise auch immer wieder junge Idealisten stoßen, gilt ein besonderer Dank. Sie sind nach den Vorstellungen oft noch Stunden damit beschäftigt, die Kulissen abzubauen und zu verladen, während die Besucher bei einem Glas Wein die Freude über einen schönen Theaterabend im einzigartigen Ambiente des Hüttenhauses genießen.

Der Kulturring Herdorf ist seit über fünf Jahrzehnten ein bedeutender Kulturträger mit einem Theaterprogramm, das weit über die städtischen Grenzen hinaus große Beachtung findet. Ziel ist es auch zukünftig, namhafte Schauspieler und großes Theater nach Herdorf zu holen. Ihr Besuch und Ihr Interesse sind dabei die wichtigsten Bausteine für eine weiterhin erfolgreiche Arbeit des Kulturring Herdorf.




 
Garderobe/PlatzanweiserGarderobe/ Platzanweiser
von links: Andrea Ermert-Schmidt, Gerda Quast, Anneliese Höfer, Hedwig Romschinski, Anni Ermert
Die Bühnenbauer
von links: Oliver Schmidt, Jens Dapprich, Christian Stark, Karl-Heinz Schmidt, Sebastian Jäger, nicht im Bild Werner Löb
Bühnenbauteam
HausmeisterehepaarHausmeisterehepaar von 1993 - 2008
Gisela und Karl-Heinz Schmidt
Walter Bähner
50 Jahre aktiver Bühnenbauer
W. Bähner